Mitgefühl ist ein
Grundprinzip des Lebens.
Es steht höher noch als Mitleid,
denn es umfasst auch die
Mitfreude, zu der es bei
vielen mitleidigen Seelen nicht
reicht.

                                                                                                                                         (Karl Förster)

 

Nicht das macht frei,
dass wir nichts über uns anerkennen
wollen, sondern eben dass wir etwas
verehren, das über uns ist. Denn indem
wir es verehren, heben wir uns zu ihm
hinauf und legen durch unsere Anerkennung
an den Tag, dass wir selber das Höhere
in uns tragen und wert sind, seinesgleichen
zu sein.

                                                                            (Johann W. Von Goethe)

Wer kann aber auf sein
vergangenes Leben zurückblicken,
ohne gewissermaßen irre zu werden,
da er meistens finden wird, dass sein
Wollen richtig, sein Tun falsch, sein
Begehren tadelhaft und sein Erlangen
dennoch gewünscht gewesen?

(Johann Wolfgang v. Goethe)

Zuviel Wissbegierde ist
ein Fehler, und aus einem Fehler
können alle Laster entspringen,
wenn man ihm zu sehr nachhängt.

(Gotthold E. Lessing)

 

Die Erde spricht: 

Ihr habt mir großen Schmerz
     bereitet,
habt mich verletzt und
     ausgebeutet.
Seit ewig hab ich euch
     gegeben,
was alles ihr gebraucht zum
     Leben.

Ich gab euch Wasser, Nahrung;

     Licht,
lang hieltet ihr das
     Gleichgewicht;

habt urbar mich gemacht
     gepflegt;
was ich euch bot, betreut,
     gehegt.
Doch in den letzten hundert
     Jahren
ist Satan wohl in euch
     gefahren.

Was in mir schlummert, wird
     geraubt,
weil ihr es zu besitzen glaubt.
Ihr bohrt nach Öl an tausend
     Stellen,
verschmutzt die Meere, Flüsse,
     Quellen

umkreist mich sinnlos Tag und
     Nacht,
seid stolz, wie weit ihr es
     gebracht.
Habt furchtbar mich im Krieg
     versehrt,
kostbaren Lebensraum
     zerstört,
habt Pflanzen, Tiere
     ausgerottet,
wer mahnt, der wird von euch
     verspottet -
kennt Habgier, Geiz und
     Hochmut nur
und respektiert nicht die
     Natur.

Drum werde ich jetzt Zeichen
     setzen
und euch, so wie ihr mich,
     verletzen.
Ich werde keine Ruhe geben,
an allen meinen Teilen beben,
schick euch Tsunamiwellen hin,
die eure Strände überziehen.
Vulkane werden Asche spei'n,
verdunkelt wird die Sonne
     sein.
Ich bringe Wirbelstürme,
     Regen,
bald werden Berge sich
     bewegen,
was himmelhoch ihr habt
     errichtet,
mit einem Schlag wird es
     vernichtet,
und Blitze, wie ihr sie nicht
     kennt,
lass fahren ich vom Firmament.

Ich kann es noch viel ärger
     treiben,
drum lasst den Wahnsinn
     endlich bleiben!

Hört, Menschen, was die Erde
     spricht -
denn ihr braucht sie, sie
     braucht euch nicht!


(Hilde Philippi, Krone, 30.05.2010)

 

    

Gib jedem Tag die Chance,
der schönste deines Lebens
zu werden.

(Mark Twain)

Allein sein zu müssen ist
das schwerste, allein sein
zu können das schönste.

(Hans Krailsheimer)

Die Wirklichkeit jedes Augenblicks
in unserem Leben
hängt davon ab,
inwieweit unsere
Außenwelt und
unsere Innenwelt
einander
wechselseitig übergreifen.

(Heimito von Doderer)

 

ARBEIT IST LEBEN, GEWISS.
ABER LEBEN IST NICHT - ARBEIT.

(Friedrich Kayssler)

 

Dreifach ist der Schritt der Zeit: zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still ist die Vergangenheit.

(Friedrich von Schiller)

DURCH LIEBE WIRD UNS ERST ETWAS ZUM BESITZ.

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt.

(Oscar Wilde)

Gewisse Leute beleidigt man aufs Tiefste und fordert sie grimmig dadurch heraus, indem man ihnen keine Gelegenheit bietet, sich beleidigt zu fühlen.

(Salomon Baer-Oberdorf)

Hat man Charakter, so hat man auch sein typisches Erlebnis, das immer wieder kommt.

(Friedrich Nietzsche)

Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein, langen und bangen in schwebender Pein, himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt - glücklich allein ist die Seele, die liebt.

(Johann wolfgang von Goethe)